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Kenzaburo Oe

Foto: © Sven Paustian

 

           

Kenzaburô Ôe wurde 1935 auf der Insel Shikoku im Süden Japans geboren. Er studierte 1954 bis 1959 französische Literatur an der Universität Tokyo. Eine seiner ersten Erzählungen ,Der Fang‘(1958), wurde mit dem Akutagawa-Preis ausgezeichnet. 1960 war er Mitbegründer der ‚Wakai Nihon no kai‘ (Gruppe junges Japan), die mit ihren Aktionen gegen den japanisch-amerikanischen Sicherheitsvertrag protestierte. 1994 wurde Ôe für die dichterische Kraft, mit der er der japanischen Nachkriegsliteratur neue Wege gewiesen hat, mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Neben seinen Erzählungen wie Stolz der Toten (1958) und Der kluge Regenbaum (1980/1983) sind eine Vielzahl von Romanen auch auf Deutsch erschienen, u.a. Reißt die Knospen ab (1958), die Romantrilogie Grüner Baum in Flammen (1993), Tagame (2000), Der stummer Schrei (2008) und Therapiestation: Roman aus der nahen Zukunft (2011).